Widerlegung der Einwände gegen die Dreieinigkeit

In diesem Artikel würde ich gerne die Einwände gegen die Trinität widerlegen.

Wir sehen uns nun einige Einwände von Skeptikern (schriftbasierend) gegen die Trinität an, die sie gerne immer wieder benutzten. Der erste Einwand kommt von Sprüche 8. In diesem Kapitel spricht Salomon davon, wie herrlich Weisheit ist. Viele Unitarier weisen darauf hin, dass Salomon es so meint, als ob mit Weisheit eine real existierende Person gemeint wäre. Sie sehen eine Verbindung zu Johannes 1, wo Jesus ,,das Wort'' genannt wird.
Skeptiker sagen, die Personifikation der Weisheit in Sprüche 8 ist eigentlich Jesus.

 

Sprüche 8:22 
-->Der Herr erschuf mich am Anfang seines Weges, ehe er etwas machte, vor aller Zeit.<--

Nun sagt Sprüche 8:22, dass Weisheit geschaffen wurde. Also kann Jesus nicht der ewige Gott sein, da geschrieben steht, dass Er geschaffen wurde.

Aber mit diesem Vers gibt es allgemein schon Probleme, wenn man darauf hinweisen will, dass Jesus gemeint ist bzw. die Weisheit geschaffen wurde.
Das Erste was man wissen sollte ist, dass was Unitarier als erschuf/geschaffen interpretieren nicht unbedingt ''erschaffen'' bedeutet.
Der Herbräische Begriff welcher für ''erschuf'' in Sprüche 8 verwendet wurde ist ,,qanah'' dieser Begriff bedeutet eigentlich eher erwerben/besitzten/eigen/erwerben,usw..
Das tatsächliche Hebräische Wort wenn Gott etwas erschaffen tut ist ,,Bara'' wie in 1. Mose 1:1 deutlich zu sehen ist.
Jedoch sehen wir in Sprüche 8 einen Hebräischen Begriff welcher viele Dinge bedeuten kann.
Wir sehen also, dass hier nicht unbedingt steht, dass Gott jemanden oder etwas erschaffen hat.
Außerdem gibt es keine wirklichen Beweise, dass diese Textpassage in Sprüche 8 über Jesus reden würde.
Wenn wir folgern, dass Weisheit tatsächlich mehr als eine bloße Personifikation einer Tugend ist, dann müssten wir zu dem Schluss kommen, dass ''Klugheit'' auch ein Wesen ist.
Vers 12 sagt:

-->Ich, die Weisheit, wohne bei der Klugheit und gewinne die Erkenntnis wohldurchdachter Pläne.<--

Auch müssten wir dann eingestehen, dass ''Unterweisung'' ein Wesen sein müsste.

Sprüche 4:13 sagt:

-->Halte fest an der Unterweisung, laß sie nicht los; bewahre sie, denn sie ist dein Leben!<--

Wenn wir Weisheit als ein Geschaffenes Wesen verstehen, nur weil sie personifiziert wird, dann müssen wir daraus schließen, dass jedes mal wenn Salomon eine Tugend personifiziert - Er meint, dass es ein geschaffenes Wesen ist. 
In Wirklichkeit benutzte Salomon aber nur poetische Personifierungen für:

erstrebenswerte Weisheit so wie wir für Erstrebenswertes für Frauen.

Deswegen ist Weiheit personifiziert wie es andere Pronomen auch sind. Dies ist auch nicht ungewöhnlich für  jüdische Literatur.
Es gibt in der Bibel noch mehr Stellen wo abstrakte Qualitäten personifiziert werden.

 

Larry W. Hurtardo sagt:
--> Die Idee, dass die Weisheit eine unabhängige Gottheit ist, ist einfach ungerechtfertigt und impotiert in solchen Passagen Konnotationen, die nie von den Schreiben beabsichtig waren.<--
(Ein Herr, Ein Gott)

Der nächste Einwand kommt aus der Apostelgeschichte 20:28:

-->So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er durch sein eigenes Blut erworben hat!<--

 

Der Heilige Geist hat uns nicht durch sein Blut erkauft, sondern Jesus. Also lehrt dieser Vers Modalismus und zeigt uns, dass Jesus und der Heilige Geist dieselbe Person sind? 
Nein! Aber dies ist ein gutes Beispiel der verschiedenen Übersetztungen der Übersetzter. 
Der Begriff ,,er'' in Griechisch bezieht sich auf Gott (oder Herr), nicht auf den Heiligen Geist.
''sein eigenes Blut'' kann auch übersetzt werden in ''das Blut seines eigenen''
Im Griechischen ist der Vers also nicht modalistisch. 
Ich habe letztens einen Einwand bzgl. des Artikels ''der Engel des Herrn und die Dreieinigkeit im AT'' gehört. 
Ich machte die Behauptung und sagte, dass der Engel des Herrn aus dem Alten Testament Jesus Christus aus dem Neuen Testament ist.
 

Der Einwand lautete folgendermaßen:
-->Der Begriff  ''Engel des Herrn'' im Neuen Testament bezieht sich auf einen gewöhnlichen Engel (Matth.2 ; 28; Lukas 1; Apg. 5). <--

Können wir also sicher sein, dass der Engel des Herrn aus dem AT (Genesis 16 ; 22; Exodus 3; Sacharja 3) eine Person Gottes ist?  Ja!, dass können wir, weil es nicht auf den Ausdruck ankommt, sondern auf dem umliegenden Kontext.
- Außerdem wurde das Neue Testament in einem anderen Zeitraum geschrieben. Das AT wurde vor Christus verfasst. Das NT wurde nach Christus verfasst.
- Zu verschiedenen Audienzen.
AT die Juden - NT die Christen.
- Und in verschiedene Sprachen.
AT in Hebräisch und Aramäisch - NT in Griechisch.
So ist der Ausdruck sicher nicht der gleiche wie im Alten Testament.

 

Wie sieht es mit der Apgs. 7 aus? 
Vers 30 sagt:
-->Und nach vierzig Jahren erschien ihm in der Wüste am Berge Sinai ein Engel in einer Feuerflamme im Dornbusch.<--

Vers 30 sagt also, dass ein Engel dem Moses im brennenden Busch erschien.
Stephanus sagt nicht, dass es Gott war der Mose erschien. Aber so wie im Hebräischen bedeutet das Wort im Griechischen für ,,Engel'' Bote/Vertreter.

aggelos (engel) - Bote
                       - Vertreter

(Siehe Jakobus 2:25)

 Stephanus sagte auch nie, dass Gott durch einen gewöhnlichen Engel sprach.
 In der Tat in den nächsten zwei Versen (Apgs. 7,31-32):

-->Mose sah die Flamme und wunderte sich über die seltsame Erscheinung. Als er aber näher herantrat, um genau hinzuschauen, hörte er die Stimme des Herrn: 'Ich bin der Gott deiner Vorfahren, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.' Mose zitterte vor Angst und wagte nicht hinzusehen.<--

Wir sehen also in den nächsten beiden Versen, dass Er sagte, dass Gott zu Mose sprach und Mose es nicht wagte hinzusehen. Was bedeutet, dass Stephanus und Mose verstanden, dass Gott Ihm erschien.

Zudem in Vers 38 der Apostelgeschichte steht:

-->Das ist der, welcher in der Gemeinde in der Wüste war zwischen dem Engel, der auf dem Berg Sinai zu ihm redete, und unseren Vätern; der lebendige Worte empfing, um sie uns zu geben;<--

Wir sehen also in Vers 38, dass Stephanus sagte, dass der Engel, der Mose im Busch erschien, auch die Person war, die ihm auf dem Berg Sinai erschien.
So widerspricht Stephanus nicht Exodus 3 und sagte nicht, dass es ein gewöhnlicher Engel war. Er ist nur nicht so exiplizit auf die Passage eingegangen.
Wie sieht es mit dem Buch Judas aus?

Juda 1:9

-->Der Erzengel Michael dagegen, als er mit dem Teufel Streit hatte und über den Leib Moses verhandelte, wagte kein lästerndes Urteil zu fällen, sondern sprach: Der Herr strafe dich!<--

Vers 9 sagt, dass der Erzengel Michael mit dem Teufel gestritten hatte und sagte: Der Herr strafe dich! Was danach aussieht, dass Judas Sacharja 3 zitierte und sagte, dass der Engel des Herrn den Sacharja sah der zu Satan sagte: -->da sprach der Herr zum Satan: Der Herr schelte dich, (Sacharja 3,1-2)<-- eigentlich Michael ist und nicht Gott selbst. (Vergleiche für ein besseres Verständnis Judas 1:9 mit Sacharja 3:1-2)

Aber eigentlich ist dies nicht der Fall. Judas bezieht sich hier auf ein apokryphes Buch, welches bekannt ist unter dem Namen ,,Die Übernahme von Mose''. Er nennt auch nicht die wichtigten Personen aus dem 3. Kapitel von Sacharja, wie den Hohepriester Joshua oder den Propheten Sacharja.
Somit bezieht sich Judas nicht auf Sacharja Kapitel 3. Es mag zwar eine ähnliche Ausdrucksweise in der Sprache sein, aber dies ist kein Beweis, dass Er sie zitierte.
Nun behaupten viele Skeptiker, dass Jesus und der Erzengel Michael dieselbe Person sind. 
Aber ich finde dies schwer zu glauben, weil es keine Implikation in den Schriften hat & sich mit Hebräer 1 widerspricht.
Hebräer 1, 5-6 sagt:

-->  Denn zu welchem von den Engeln hat er jemals gesagt: »Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeugt«? Und wiederum: »Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein«?Und wenn er den Erstgeborenen wiederum in die Welt einführt, spricht er: »Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten!«<--

Somit kann Jesus kein geschaffener Engel sein, weil Engel keine Kinder Gottes sind.
Und wie jetzt ein paar meiner Leser merken, der Author beschreibt hier Engel direkt als ,, sind sie nicht alle dienstbare Geister (Vers 14)''

Er redet also nicht von Boten oder Vertretern, sondern von eigentlichen Engeln.

Ein anderer Vers der benutzt wird um zu zeigen das Michael und Jesus die selben sind ist 1.Thessalonicer 4:16.

-->Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und mit der Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen.<--

Jedoch sagt dieser Vers nicht, dass Jesus ein Erzengel ist. Skeptiker ignorieren die Macht der Proposition ''mit''. Diese Griechische Proposition ,,mit'' (en) bedeutet:

- Wird in der Regel verwendet, um von jemandem oder etwas in begleitung zu bezeichnen.
- Wird nicht verwendet um etwas zu beschreiben.

Zum Beispiel wird es verwendet, wenn ich im Griechischen sagen würde:

''Ich bin mit meiner Familie'' (wie Matthäus 1:18)

Es würde nicht gesagt werden:

''Ich bin mit freude erfüllt'' (wie Matthäus 2:10)

Außerdem beschreiben diese ''mit'' Propositonen die Dinge bei der Widerkunft Jesu. Wenn die Stimme des Erzengels tatsächlich Jesus Stimme beschreiben sollte, dann ist die Trompete Gottes auch Jesus, da die ''mit'' Proposition im Griechischen auch für Trompete verwendet wurde. Aber dies würde allgemein im Englischen als auch im Griechischen keinen Sinn ergeben.

Außerdem in 2. Thessalonicher 2:17:

-->Er wird eure Not beenden, und auch wir werden nicht länger leiden müssen, wenn Jesus als der Herr mit allen seinen mächtigen Engeln vom Himmel kommen wird.<--

Hier steht, dass Jesus vom Himmel mit seinen Engeln kommt.
-Man sieht, dass Jesus mit Engeln kommt.
-Jesus kommt nicht als ein Engel.

Wie sieht es mit dem Begriff ,,Erstgeboren'' aus?
Bedeutet dies, dass Er (Jesus) irgendwann geboren wurde?

Nein, denn wenn Du dir Thessalonicher 1 anschaust, dann siehst Du, dass Paulus lehrte, dass Jesus der Erstgeborende im Privileg ist und nicht als erstes geschaffen + das Griechische Wort für Erstgeboren nämlich ,,prOtotokos'' (Col 1:15,18; Heb. 1:6) bedeutet nicht:

- ältesteste Kind (siehe Psalm 89:27 in der LXX)

Es bedeutet

- Priorität, Rang in den alten Kulturen

- Der prOtotokos war sicherlich nicht das älteste Kind

 Erstgeboren (prOtotokos) bezieht sich nicht auf Geburt, sondern auf den Rang.

- Die Erstgeborenden besaßen Vererbung und Führung

Wenn Jesus also Erstgeboren genannt wird, dann nicht weil Er als erster geboren wurde bzw. geschaffen wurde.
Deswegen ist es sehr wichtig zu wissen, dass man weiß, dass man die frühe Sprache und deren Bezeichnungen und deren Verständnis verstehen sollte.

Nun was ist damit, was Jesus gesagt und getan hat während seines geistlichen Amt.
Betete Jesus nicht zu seinem Vater?
Also betete Jesus zu sich selbst? Nein, denn beten bedeutet einfach ein Gespräch mit Gott zu haben.
 Und da die Personen der Trinität nicht 3 verschiedene Formen des einen Gottes sind, ist also nicht verkehrtes dran, wenn ein Mitglied der Trinität zum anderen redet. Somit betete bzw. redete Jesus mit seinem Vater.

Sagte Jesus nicht der Vater ist größer als Ich in Johannes 14:28 ?

Ja, aber das bedeutet nicht, dass der Vater größer in der Macht oder vom Wesen ist.
Das Griechische Wort für Größer (meizOn) wird meistens für:

- Menge/Quantität, Wesen und Position 
            verwendet.

Aber es gibt Zahlreiche Stellen im NT wo Jesus behauptete gleichseinn mit dem Vater im Wesen zu haben/sein.

Johannes 5:16-18
Johannes 14:9
Johannes 14:23
Offenbarung 22:13

Jesus weist (in John 14:28) wie Paulus (in 1.Kor 11:3) darauf hin, dass sich Größer bei Ihm und dem Vater im Rang bezieht.

Paulus sagt in 1. Kor 11:3

-->Ich will aber, daß ihr wißt, daß Christus das Haupt jedes Mannes ist, der Mann aber das Haupt der Frau, Gott aber das Haupt des Christus.<--

Paulus also wie Jesus sagen beide, dass es sich auf den Rang bezieht und nicht auf das Wesen. Und da gibt es nichts merkwüdiges daran auszusetzten, dass Jesus die Führerschaft des Vater bestätigt.

Zwei Personen können nämlich nicht führen. (Matthäus 6:24, Lukas 16:13)

Wie auch St. John Chrysostom Vollbild anzeigensagte:






'' Wenn jemand sagt, dass der Vater größer ist, in so weit wie er es ist, da er die Ursache des Sohnes ist, dann werden wir dies nicht bestreiten. Aber dies macht den Sohn keinesfalls anders vom Wesen.''


Somit sagt Johannes 14:28, dass der Vater größer von der Position/Stellung ist und nicht vom Wesen, welches auch im Einklang mit dem Rest der Schriften steht. Psalm 45:7, Matthäus 22:44, 1. Korinther 15:27-28, 1. Korinther 11:3, Kolosser 1:15-21, Hebräer 1,1-14.

Es ist auch wichtig zu Wissen, dass Hebräer 2:9 sagt, dass Christus etwas kleiner als die Engel war, als Er Mensch auf Erden war. Philliper 2:5-7 sagt, dass Jesus Gott gleich war, aber sich erniedrigte und seine Göttlichkeit ablegte und bereit war ein Mensch zu werden.

-->Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war,

 der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein;
 sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen;
 und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz.<--


-->Wir sehen aber Jesus, der ein wenig niedriger gewesen ist als die Engel wegen des Todesleidens, mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt; er sollte ja durch Gottes Gnade für alle den Tod schmecken.<--

Nach seiner Auferstehung war Er wieder ganz göttlich. Somit können viele Einwände beantwortet werden die auf einem Missverständnis auf
1. Jesu hypostatischen Union
2. Seiner Limitation der Menschlichkeit

beruhen.

Jesus sagte nämlich auch in Johannes 17,5

-->Und nun verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.<--

Natürlich gibt es noch sehr viele andere Einwände gegen die Trinität und wir können sie nicht alle auf einmal beantworten. Aber wir werden uns weiterhin, so wahr der Herr will - uns mit diesen Einwänden und vielen anderen Fragen über die Bibel beschäftigen. Aber mit den am meisten vertretenen Einwänden kann man ganz einfach klarkommen und sie widerlegen, wie ich es gerade getan habe. Und wenn jemand behauptet, dass die Bibel Unitarisimus lehrt, dann kommt es ihm nicht auf die Belege an, sondern auf seine eigene Interpration der Schrift.

 

Gottes Segen in Jesus Christus euch allen! A†Ω

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Tags: Altes Testament, Einwendungen, Engel, Gott, Jesus Christus, Lehre, Neues Testament, Trinität

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