3. Mose 11 - Der Hase ein Wiederkäuer?

Physiologisch ist der Hase doch ein Wiederkäuer, denn er isst seinen eigenen Kot - und verdaut diesen ein zweites mal, was auf das Gleiche hinausläuft.
So lesen wir in Grzimeks Tierleben, Band 12, S. 421f. Folgendes:

"Im Jahre 1882 veröffentlichte Morot in einer französischen tierärztlichen Zeitschrift seine Beobachtungen über die schleimüberzogenen «Magenpillen» der Kaninchen. Außer der normalen festen Losung erzeugen diese Tiere nämlich eine zweite Kotform – weiche, schwachgeformte Kügelchen, die sie nach Ablage sofort aufnehmen und unzerkaut schlucken. Sie sammeln sich an einer bestimmten Stelle des Magens (in der Cardiaregion) und werden nochmals verdaut. Auf solche Weise geht ein Teil der Nahrung zweimal durch den Darm und wird dadurch besser aufgeschlossen. Diese Doppelverdauung ähnelt in gewisser Weise dem Wiederkäuen der meisten Paarhuferfamilien. Der weiche Kot (Caecotrophe) wird im Blinddarm gebildet und dort stark mit Vitamin B1 angereichert; nach den Untersuchungen von Scheunert und Zimmermann enthält er gegenüber dem normalen Kot die vier bis fünffache Menge an Vitaminen. Für die Hasentiere ist der «Blinddarm-» oder «Vitaminkot» lebenswichtig"

Wir sehen hier also, dass die Bibel recht behält, auch wenn Mose diese im 19. Jahrhundert entdeckten

biologischen Details gar nicht kannte.
Dasselbe gilt übrigens auch für den Klippdachs, der nach der Thora ebenso als unrein gilt.

Sag es weiter!

Tags: Hase, Mose, Speisegesetze, Thora, Wiederkäuer

Verwandte Artikel:

Kommentieren nicht möglich